Das Schicksal des Prinzen

  • *Der Winter ist vorüber und gerade als alles Leben scheinbar neu Erblüht kommt eine Wache mit einer Nachricht.* Mein Herr, diese brachte uns gerade ein Falke. Das Tier war wohl weit geflogen, da es vollkommen ausser Atem war! *Leopolth nimmt die Nachricht entgegen und wedelt der Wache zu das sie gehen könne. Er Blickt sie an und erkennt das Siegel seines Vaters darauf.* Was hat der Alte denn nun schon wieder? *Meint er leise mit einem leichten Kopfschütteln als er den Brief öffnet und ihn leise vor sich her liest.*


    Prinz Leopolth, ihr müsst sofort nach Hause zurück kehren. Euer Vater hat sich bei der letzten Schlacht gegen den Kaiser eine Verletzung zugezogen und diese heilt nicht so wie sie es sollte. Wir haben alles erdenkliche versucht, doch scheint es vergebens und er hat den Wille zum Leben verloren. *Mit jeder Zeile des Briefes schluckt er schwerer und lässt seinen Blick über die Hauptstadtmauer wehmütig schweifen. Den Brief zusammen rollend, wendet er sich um und geht in den Bergfried. Einer Torwache teilt er noch mit, das er seinen Vertreter und die Leibwachen im Thronsaal umgegehend erwartet.


    Nach kürzer Zeit treffen alle vier ein und bereits am Gesichtsausdruck von Leopolth ist zu erkennen das es wohl etwas ernstes zusein scheint.* Ich werde diese Inseln verlassen und Beatrix als meine Linke Hand und zugleich Leibwache wird mich begleiten! *meint er im rauen Ton ohne aufzublicken. Die vier schauen sich an und Hubertus wirft ein* Weswegen dies aufeinmal und wer solle dann dieses Land weiterhin führen, zudem wäre Peldio als Leibwache doch bedeutend besser?! *Peldio nickt* Ich habe euch mein Schwert und mein Leben ansprochen, Beatrix mag gut sein, doch nicht gut genug für den euren Schutz... *Leopolth wird lauter und fällt ihnen ins Wort, dabei den Kopf hebend und alle anschauend* Das war ein Befehl und nichts worüber man weiter reden kann. *seine Stimme wird wieder ruhiger*


    Hubertus, ihr werdet die Inseln verwalten als neuer Inselherrscher. Ihr Peldio seid der beste Kämpfer und Kommandeur der Truppen hier, Hubertus wird euch hier mehr brauchen als ich auf dem Festland. Harald ihr habt mir ebenso gute Dienste geleistet und nun sollt ihr dies auch weiterhin unter Hubertus tun!


    *sie schauen kurz zu Boden als wollten sie sagen das sie die Befehle verstanden haben* Doch Prinz, das beantwortet nicht weswegen ihr nun weg wollt! *meint Hubertus nochmals mit nachdruck.


    Leopolth reicht ihm den zusammen gerollten Brief und Blickt zugleich wieder zu Boden.* Es ist nicht mein Wunsch hier weg zugehen, ich muss es eher. Wenn dies stimmt was dort steht, dann werde ich Vaters Thron übernehmen müssen. *Hubertus überfliegt die Zeilen und nickt nachdenklich* Ich verstehe ... ihr solltet euch schnell auf den Weg machen, wer weiß schon, wieviel Zeit noch bleibt... Um die belange dieser Bewohner hier, werde ich mich nach bestem Gewissen kümmern, das sei euch gewiss.


    *Leopolth nickt dankend* So sei dies geklärt. Beatrix wir brechen bei den ersten Sonnenstrahlen am morgigen Tage auf, steht dann also am Hafen bereit und ihr dürft euch alle entfernen! *sie nickt* Wie ihr wünscht mein Herr!


    *am darauf folgenden Morgen ist das Schiff fertig beladen und bereit zu Abfahrt. Leopolth und Beatrix betreten dieses und blicken hinab zu Hubertus* Enttäuscht mich nicht Hubertus, ich werde ab und an zurückkehren um zuschauen ob alles in Ordnung ist, sobald alles mit dem Reich meines Vaters geklärt ist. Auf bald und gehabt euch Wohl! *mit den Worten wendet er sich um und begibt sich unter Deck, das Schiff auch sogleich ablegt und am Horrizont entschwindet*