Ein alter Freund

  • Mitten in der Nacht, im Schutze der Dunkelheit legte in der Nähe der Haupstadt ein kleines Schiff an. Von Bord kam ein leicht geduckt gehender Mann, eingehüllt in einen schwarzen Mantel, eine dunkle Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Sein Blick richtete sich kurz auf und schaute auf die im Mondlicht schimmernden Türme einer Festung.


    „Hier muß es sein. Die weite Reise hat ein Ende“, murmelte er kaum hörbar in den Herbstwind.


    Er suchte sich einen Weg, der nicht leicht einzusehen war und kam schließlich am Tor der Festung an vor dem zwei müde Wachen standen. „Ihr da!“. Sie schreckten auf! „Halt keinen Schritt weiter oder es wird euer letzter sein“, tönte eine der beiden und erhob sein Schwert.


    „Haltet ein gute Männer“, sagte er und hob dabei seine Hände hoch und den Wachen zu zeigen das er nichts böses im Schilde führte. „Ich bin auf der Suche nach Prinz Leopolth von Klanstedt. Bin ich hier richtig?“ - „Und wer zum Teufel will das wissen“, sagte die andere Wache. - „Mein Name ist Hubertus Waldeck, ein alter, guter Freund und Wegbegleiter von Prinz Klanstedt.“ - „Und ich bin seine Großmutter“, stieß eine der Wachen hervor und spuckte dem fremden vor die Füsse.


    Hubertus blieb unbeeindruckt und holte unter seinem Mantel eine Pergament Rolle hervor und zeigte sie eine der Wachen. „Hat die Großmutter auch einen Brief mit dem Siegel des Prinzen in dem er ihn zu sich einlädt?“


    Die Wachen musterten das Schreiben genau, auch wenn nur eine von beiden der Kunst des Lesens mächtig war. Sie schauten sich beide an und einer zuckte mit den Schultern. „Scheint echt zu sein, was meinst du.“ - „Glaube schon, geh mal lieber dem Prinzen Bescheid sagen und wenn er ihn nicht kennt, kommt er in den Kerker“, sprach der zweite flüstern, aber immer noch laut genug das Hubertus es hören konnte.


    Nach einigen Minuten öffnete sich das Tor und Hubertus wurde in den Thronsaal geführt wo Leopolth schon auf ihn wartete.


    „Mein alter Freund“, prustete es aus Leopolth hinaus und er erhob sich von seinem Thronsessel um Hubertus mit einem festen Handschlag zu begrüssen. „Du hast es geschafft. Bist du sicher das dich Niemand gesehen hat oder dir gefolgt ist?“ Hubertus schüttelte den Kopf. „Sei da unbesorgt mein Freund. Und ich freue mich dich wiederzusehen“ Die Hände schlugen fest in einander.


    Bei einem köstlichen Mahl erklärte Leopolth ihm dann wieso er ihn hergebeten hatte:

    „ Ich brauche deine Unterstützung. Du bist ein harter Brocken und kannst weise Entscheidungen treffen. Jeden Tag steht hier ein anderer dieser Leute vor meiner Burg und will was von mir. Wenn ich jeden empfange, komme ich nicht mehr zu den eigentlichen Regierungsaufgaben. Du mußt mir einige davon abnehmen. Und dein Schaden soll es nicht sein. Dir soll es an nichts mangeln.


    Hubertus dachte kurz über die gesagten Worte nach. „Ich soll also die Kleinigkeiten übernehmen und die großen und wichtigen Entscheidungen triffst weiterhin du?“ Leopolth nickte.

    Hubertus schaute sich um. „Gemütlich hast du es hier. Ich glaube hier kann ich es eine Weile aushalten“ Beide Männer fingen an zu lachen und stießen mit einem großen Krug Bier an.

    Rechtschreibfehler und andere Fehler in Texten usw. sind Spezialeffekte, nach machen unter sagt 😜😁